Frauen im traditionellen Taekwon-Do

Bei zunehmender Gewaltkriminalität ergibt sich vor allem bei Frauen ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis. Oft versuchen sie über einzelne Selbstverteidigungskurse schnell ein paar „Tricks“ zu erlernen, um sich tatkräftig zur Wehr setzen zu können. Dabei wird übersehen, dass für die wirksame Anwendung solcher Techniken ein regelmäßiges Training erforderlich ist, da sowohl Körper (Kraft, Beweglichkeit) als auch Geist (Reaktionsfähigkeit, Selbstvertrauen) regelmäßig geschult werden müssen, um im „Ernstfall“ richtig zu reagieren.

Viele Frauen scheuen sich jedoch vor der Ausübung eines Kampfsportes, da sie vor Zweikämpfen und engem Körperkontakt Angst haben. Diese Befürchtung ist im traditionellen Taekwon-Do unbegründet. Hier wird nämlich grundsätzlich ohne direkten Kontakt zu einem Gegner trainiert.

Die Tatsache, dass im traditionellen Taekwon-Do-Center Freising nahezu die Hälfte der aktiven Mitglieder Frauen jeder Altersklasse sind, zeigt, dass es sich bei diesem Sport keineswegs mehr um eine „Männerdomäne“ handelt. Denn das Taekwon-Do bietet allen – Frauen wie Männern – einen vielseitigen Ausgleich zu den Belastungen in Beruf und Alltag.